Die Gesundheit eines Pferdes zu überwachen ist essentiell. Mit diesen Tipps erkennen Sie Probleme frühzeitig – und sparen sich oft teure Tierarztbesuche!
1. Veränderungen im Gang#
Ein gesundes Pferd hat einen gleichmäßigen, flüssigen Gang. Achten Sie auf:
- Kürzere Schritte auf einer Seite – Könnte auf Lahmheit hindeuten
- Steifheit nach dem Aufstallen – Besonders morgens, deutet auf Blockaden hin
- Hüpfender oder ungleichgewichtiger Trab – Asymmetrien in der Bewegung
- Schwierigkeiten beim Angaloppieren – Könnte Rückenschmerzen bedeuten
Tipp: Beobachten Sie Ihr Pferd regelmäßig in freier Bewegung (Weide, Paddock).
2. Verhaltenssignale#
Pferde kommunizieren ihre Beschwerden durch Verhalten – wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen:
- Druckempfindlichkeit beim Putzen oder Satteln – Der Körper schmerzt an dieser Stelle
- Plötzliche Ungewöhnliche Reizbarkeit – Schmerzen können Verhaltensprobleme verursachen
- Schwierigkeiten beim Satteln oder Reiten – Das Pferd wehrt sich, weil etwas weh tut
- Vermehrtes Liegen – Besonders wenn ungewöhnlich lang
- Fressunlust – Ein sicheres Zeichen, dass etwas nicht stimmt
3. Körperliche Anzeichen#
- Muskelaufbau-Asymmetrien – Eine Seite muskulöser als die andere
- Sichtbare Verspannungen in Nacken oder Rücken
- Schweif wird zur Seite getragen – Kann auf Rückenschmerzen hindeuten
- Schwellungen an Beinen oder Gelenken
- Risse oder Abschürfungen unerklärlicher Herkunft (Hinweis auf Schmerzen)
4. Magenprobleme#
- Kotwasser oder veränderter Kotabsatz
- Magenkrämpfe (Pferd legt sich häufig ab, wälzt sich)
- Appetit-Abnahme
- Gewichtsverlust trotz ausreichender Fütterung
Was tun bei Verdacht?#
✓ Beobachten Sie genauer#
Schauen Sie mehrmals täglich nach Ihrem Pferd. Dokumentieren Sie Veränderungen.
✓ Notizen machen#
Schreiben Sie auf, wann und wie oft Sie die Symptome beobachten.
✓ Tierarzt konsultieren#
Bei ernsthaften Problemen ist der Tierarzt der erste Ansprechpartner.
✓ Physiotherapeutische Untersuchung#
Nach Ausschluss von Grunderkrankungen durch den Tierarzt kann ich mit einer umfassenden Untersuchung helfen.
Die beste Strategie: Prävention!#
Vorbeugung ist besser als Heilung! Mit regelmäßigen Kontrollbehandlungen (alle 6-8 Wochen) können viele Probleme gar nicht erst entstehen.
Ein präventiv gepflegtes Pferd:
- ✅ Ist beweglicher und flexibler
- ✅ Hat weniger Verletzungen
- ✅ Zeigt bessere Leistungen
- ✅ Hat eine höhere Lebensqualität
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